Meta Ads Fehler Nr. 2: Automatische Platzierungen – und warum du damit oft ins Klo greifst

"Meta weiß schon, was es tut – ich lasse die Platzierungen einfach auf automatisch."

Wenn dir dieser Satz bekannt vorkommt, wird es höchste Zeit, genauer hinzuschauen. Denn auch wenn Meta es gerne so verkauft: Automatische Platzierungen sind nicht immer der goldene Weg zum Erfolg. In vielen Fällen sind sie sogar der direkte Weg zur Budgetverbrennung.

Was sind automatische Platzierungen eigentlich?

Wenn du eine neue Kampagne anlegst, schlägt Meta dir „automatische Platzierungen“ vor. Damit entscheidet der Algorithmus, wo deine Anzeige ausgespielt wird – ob in der Instagram Story, im Facebook Feed, im Messenger oder im Audience Network (Spoiler: da klickt kaum jemand).

Meta argumentiert: „Wir optimieren in Echtzeit, um dir die besten Ergebnisse zum niedrigsten Preis zu liefern.“ Klingt gut. Ist aber nur die halbe Wahrheit.

Der Haken an der Sache

Automatische Platzierungen können gut funktionieren – wenn deine Creatives für alle Formate optimiert sind. In der Realität sieht es aber oft so aus:

  • Du erstellst ein schönes 1:1-Format für den Feed.
  • Meta zeigt es in der Story – abgeschnitten, unleserlich, klickt keiner.
  • Oder schlimmer: Im Audience Network, auf windigen Apps, wo Bots statt Menschen klicken.

Das Ergebnis? Schlechte CTR, hohe CPC, Null Conversions.

Warum Meta trotzdem darauf besteht

Ganz einfach: Meta verdient an jedem Klick, an jeder Impression. Und viele der günstigsten Platzierungen sind gleichzeitig die unwirksamsten. Wenn du Meta freie Hand gibst, nutzt es natürlich alle Optionen – egal, ob sie deiner Kampagne wirklich nützen.

Beispiel: Das Audience Network liefert oft extrem günstige Klicks. Aber wer klickt da? Häufig Bots oder gelangweilte Nutzer in Mobile Games, die versehentlich auf deine Anzeige tippen.

Was du stattdessen tun solltest

1. Platzierungen manuell auswählen:
Setze Haken nur bei den Formaten, für die du auch passende Creatives hast.

2. Splitte nach Placement:
Erstelle verschiedene Adsets – eins für Feed, eins für Stories, eins für Reels. So siehst du genau, was wo funktioniert.

3. Teste gezielt:
Starte mit den Top-Platzierungen: Facebook Feed, Instagram Feed, Instagram Stories. Beobachte die Performance und erweitere nach Bedarf.

4. Achte auf das Format:
Eine Story braucht 9:16. Ein Feed-Post 1:1 oder 4:5. Passe deine Creatives an – sonst verbrennt’s.

5. Analysiere die Platzierungs-Performance:
Im Werbeanzeigenmanager kannst du dir genau ansehen, welche Platzierung wie performt. Mach das regelmäßig.

Bonus: Der Platzierungs-Fail schlechthin

Klassiker aus der Praxis:

  • Kunde lädt ein schickes Creative hoch – 1:1, Text im unteren Drittel.
  • Automatische Platzierungen: Meta zeigt es in der Story.
  • Text ist abgeschnitten, CTA nicht sichtbar, Branding weg.

Die Folge? Null Wirkung. Und der Kunde fragt: „Warum bringt die Anzeige nichts?“

Fazit: Kontrolle schlägt Automatik

Automatische Platzierungen sind bequem – aber gefährlich. Wenn du nicht willst, dass deine Ads in der falschen Ecke des Internets landen, musst du selbst steuern. Nur dann bekommst du die Performance, die du wirklich brauchst.

👉 Nächster Artikel: Warum zu breite Zielgruppen deiner Kampagne das Genick brechen – und wie du endlich die richtigen Leute erreichst.

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